Punkte in Flensburg für Fußgänger + Radfahrer ?

Wer als Fußgänger, Fahrradfahrer oder Inline-Skater (sie gelten im Verkehrsrecht als Fußgänger) alkoholisiert unterwegs ist, kann seinen Führerschein riskieren.

So können auch betrunkene Fußgänger Punkte in der Verkehrssünderkartei in Flensburg bekommen, wenn sie durch ihr Verhalten andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Wer beispielsweise beim Fahrradfahren mit mehr als 1,6 Promille erwischt wird, oder als Fußgänger mit sehr hoher Promillezahl einen Verkehrsunfall verursacht, setzt seine Fahrerlaubnis aufs Spiel.

Wegen einer Trunkenheitsfahrt strafbar macht sich ab 1,6 Promille auch ein Fahrradfahrer. Es erfolgt in diesen Fällen zwar nicht automatisch eine Entziehung der Fahrerlaubnis, weil kein Kraftfahrzeug geführt wurde.
Wird aber der Vorfall an die Fahrerlaubnisbehörde gemeldet, kann diese dann in der Regel Zweifel an der Fahreignung anmelden. Es könnte dann ein medizinisch-psychologisches Gutachten ( landläufig „Idiotentest“ ) angeordnet werden, in dessen Folge es dann zu einer Entziehung der Fahrerlaubnis kommen kann.

Auch im Schadenersatzrecht spielt Alkohol eine wichtige Rolle. Wenn ein betrunkener Fußgänger bei einem Unfall verletzt wird, kann in einigen Fällen sein Schadenersatzanspruch gekürzt werden.

Trunkenheit eines Fußgängers ist an sich zwar nicht strafbar, kann ihm aber bei einem Unfall als erhebliches Mitverschulden angelastet werden. Wird er verletzt, bekäme er weniger Schadenersatz. Er könnte sich in diesem Fall auch selbst schadenersatzpflichtig machen.

Rechtsanwalt Ronald Wiener Magdeburg
Fachanwalt für Verkehrsrecht

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